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SIT ambulante Betreuung


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Ansprechpartner :

Prull, Sabine0176 / 109 868 85
regionalbueroiserlohn@explicato.de
Paluszek, Thomas02323 / 99494-54
0176 / 109 868 03
tpaluszek@ev-kinderheim-herne.de

Das Projekt “Elternaktives Iserlohn” macht es sich zur Aufgabe, neue Wege der Elternarbeit, über institutionelle Grenzen hinaus zu entwickeln und ggf. zu etablieren. In enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Iserlohn geht EXPLICATO den Weg, auf Grundlage der Systemischen Interaktions Therapie (SIT) und Beratung, eine elternaktive Modellstadt zu entwickeln. Hierzu bietet EXPLICATO nicht nur Familien Unterstützung an, sondern versucht andere Institutionen in ihren Elternprozessen zu coachen. Hierzu ist angedacht, im Jahr 2013 eine weiterführende Schule und eine Kindertagesstätte mit dem SIT-Ansatz vertraut zu machen, und deren Lehrer und Mitarbeiter durch EXPLICATO zu coachen.

In der Diskussion um weitere pädagogische Fragestellungen und pädagogische Projekte nimmt die EXPLICATO gGmbH die Herausforderung an und stellt sich neuen Ideen.

Das SIT Modell wurde im Bereich der Jugendhilfe entwickelt. Die Inhalte des Modells zielen darauf ab, Kindern und Jugendlichen eine optimale Förderung durch ihr familiäres und/oder professionelles Umfeld zu bieten.

SIT ist ein flexibles Angebot, das sich an Familien in Krisensituationen richtet. Es kann sowohl ambulante-, teilstationäre- oder stationäre Hilfeformen beinhalten. Das SIT Modell bietet Fachleuten beraterische bzw. therapeutische Haltungen und Methoden, um sie in die Lage zu versetzen, Familien (insbesondere die Eltern) in Jugendhilfeprozessen dabei zu unterstützen, die eigenen Ressourcen weiterzuentwickeln. Die Eltern werden dadurch befähigt, selbst eine optimale Entwicklung ihrer Kinder bzw. Jugendliche zu gewährleisten.

Für die Kommunikation innerhalb bzw. zwischen professionellen Systemen im Umfeld von Kindern und Jugendlichen (Anbieter von Jugendhilfemaßnahmen, Behörden und Jugendämter, Schulen, Kinder- und Jugendpsychiatrien, Kindertagesstätten und nebenschulische Betreuung) wurden Haltungen, Methoden und Ideen zur Gestaltung von Angebotsformen entwickelt, die diesen Systemen erlauben, ihre Ressourcen und Kompetenzen systemaktivierend im Sinne einer Förderung von Selbsthilferessourcen in den Klienten-Systemen einzusetzen.

Darüber hinaus widmet sich das Modell der Frage, wie soziale und professionelle Systeme präventiv so miteinander verknüpft werden können, dass sie voneinander lernen, sodass es gar nicht zum Hilfebedarf kommen muss.

Die Aktivität von Eltern im Hilfeprozess hängt von der Symptomatik der Kinder bzw. der Jugendlichen oder der Dynamik in deren Herkunftsfamilien ab. Ob Eltern für die aktive Mitarbeit gewonnen werden können, ist vielmehr abhängig von:

– der Haltung der Mitarbeitenden im Hilfesystem

– den “Erklärungsmodellen” aller Beteiligten

– der Art der Problemdefinition

– den Interaktionsmustern zwischen Familien und Hilfesystem

– und der Art der Hilfeangebote

SIT erklärt Auffälligkeiten und Probleme von Kindern bzw. Jugendlichen als Ausdruck von Rollenzuweisungen und Beziehungsmustern in dem System, in dem ein Kind bzw. Jugendlicher lebt. Eine besonders hohe Bedeutung bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Problemen wird dabei, neben den Beziehungsmustern in den Herkunftsfamilien der Kinder, den vielfältigen Interaktionsmustern zwischen der Familie und ihrem Umfeld beigemessen. Weitere wichtige Inhalte des SIT-Modelss beziehen sich auf die Beziehungs- und Interaktionsmuster im professionellen Kontext, wie die Kommunikationsstrukturen in Teams, Muster zwischen unterschiedlichen Hierarchie bzw. Rollenebenen innerhalb von Institutionen oder die Interaktionsstrukturen zwischen Mitarbeitenden verschiedener Instituttionen mit deren institutionellen Kulturen.

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